Schröpfen

Das Schröpfen ist ein traditionelles Verfahren, das sowohl in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) als auch in anderen naturheilkundlichen Therapierichtungen angewendet wird.

Dabei werden spezielle Schröpfgläser auf die Haut gesetzt, in denen ein Unterdruck erzeugt wird. Durch diesen Unterdruck wird das Gewebe sanft angehoben. Viele Menschen empfinden die Behandlung als intensive, aber angenehme Reizsetzung.

Nach dem Verständnis der TCM wird das Schröpfen eingesetzt, um den Fluss von Qi und Blut zu unterstützen und energetische Ungleichgewichte auszugleichen.

Je nach Befund und Behandlungsziel kommen unterschiedliche Schröpfmethoden zum Einsatz.

 

Trockenes Schröpfen

Beim trockenen Schröpfen werden die Schröpfgläser auf die unverletzte Haut aufgesetzt. Durch den entstehenden Unterdruck können vorübergehende rötliche bis bläuliche Hautverfärbungen entstehen, die in der Regel nach einigen Tagen wieder abklingen.

Das trockene Schröpfen wird in der Naturheilkunde häufig zur Behandlung verspannter oder druckempfindlicher Gewebeareale eingesetzt.

Eine weitere Variante ist die Schröpfkopfmassage. Hierbei werden die Schröpfgläser auf einer zuvor eingeölten Hautfläche bewegt. Die Behandlung wird häufig als wohltuend empfunden und kann gut mit anderen naturheilkundlichen Verfahren kombiniert werden.

 

Das Aschner Ausleitungsverfahren Schröpfen zur Behandlung von Bluthochdruck, Migräne, Erschöpfung, Stress, Verspannungen und Depressionen
Quelle: Foto Irina Kudlata - Schröpfgläser

Blutiges Schröpfen

Das blutige Schröpfen ist eine traditionelle Variante des Schröpfens. Dabei wird die Haut nach sorgfältiger Desinfektion oberflächlich angeritzt. Anschließend werden Schröpfgläser aufgesetzt, wodurch ein leichter Unterdruck entsteht.

Nach dem Verständnis der Traditionellen Chinesischen Medizin und anderer naturheilkundlicher Therapierichtungen wird diese Methode vor allem in Bereichen angewendet, die bei der Untersuchung als besonders gespannt, druckempfindlich oder belastet erscheinen.

Die Behandlung erfolgt unter Beachtung der geltenden Hygienestandards und unter Verwendung steriler Einmalmaterialien. Nach der Behandlung können vorübergehende Hautverfärbungen oder leichte lokale Reizungen auftreten, die in der Regel innerhalb weniger Tage wieder abklingen.

 

 

 

 Es kann unterstützend angewendet werden bei:

  • muskulären Verspannungsgefühlen, insbesondere im Bereich von Rücken, Nacken und Schultern
  • spannungsbedingten oder belastungsassoziierten Kopfbeschwerden
  • stressbedingten vegetativen Ungleichgewichten im Rahmen einer ganzheitlichen Betrachtung
  • allgemeinen funktionellen Beschwerden des Bewegungsapparates
  • dem subjektiven Empfinden von muskulärer Überlastung, Erschöpfung oder Steifigkeit